Japan, das Land der aufgehenden Sonne

Faszination Japan! Ein Jeder der AniMa-Szene kennt das Land aus dem seine Lieblinge kommen. Sei es nun Anime, Manga, Stars, Musik, Essen oder anderes, Japan ist ein Land, dass viele fasziniert. Wenn ihr mehr über Japan erfahren wollt, seid ihr hier richtig.

Übrigens: Japan schreibt sich mit den links zu sehenden Schriftzeichen (Kanji genannt). Es setzt sich zusammen aus "Sonne, Tag" (1. Zeichen) und "Buch, Ursprung" (2. Zeichen). Tatsächlich wird Japan ja oft auch als das "Land der aufgehenden Sonne" bezeichnet.

Bei manchen kursiv geschriebenen, japanischen Begriffen erfahrt ihr die Bedeutung via Mouseover. Klickt ihr auf das Wort, werdet ihr meistens zum Lexikon-Eintrag geführt, der euch mehr erzählt.

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Ein paar Informationen über Japan

Japan gehört zum asiatischen Kontinent und befindet sich als Inselgruppe vor der Ostküste des Kontinents. Die vier Hauptinseln des Staates heißen Hokkaidō, Shikoku, Kyῡshῡ und Honshῡ, auf der sich als größte der vier Inseln auch die Hauptstadt Tōkyō befindet. Die vier Hauptinseln sind heute durch Brücken miteinander verbunden. Neben den Hauptinseln gibt es jedoch noch zahlreiche kleinere, zum Teil unbesiedelte Inseln. Die Bevölkerungszahl liegt bei etwa 127.264.438 (Stand 2008).

Das Land selbst ist geprägt von vielen Gebirgsketten, die eine Besiedlung unmöglich machen sowie mehreren aktiven Vulkanen, da bei Japan gleich vier tektonische Platten aufeinander treffen. Dies führt häufig zu Erdbeben und Tsunamis, die in Japan teilweise schon zur Tagesordnung gehören.
Das Klima in Japan kann sehr unterschiedlich sein und ist mitunter sehr gegensätzlich. So gibt es beispielweise auch starke Temperaturunterschiede im Sommer und Winter. Bis auf die fast subtropischen, südlichsten Inselteile, unterscheidet man in Jahreszeiten. Hinzu kommt eine Regenzeit, von der nur Hokkaidō verschont bleibt. Dafür fällt im Nordosten und Norden Japans besonders viel Schnee, wodurch Provinzen den Beinamen yukiguni (Land des Schnees) bekommen.

In Japan gibt es noch Kaiser, die die Regierung symbolisch anführen, sie werden Tennō genannt. Derzeit regiert Tennō Akihito. Die Tennō haben in Japan auch eine mythologische Bedeutung und Legitimation, denn ihr Geschlecht soll abstammen von der höchsten Gottheit des in Japan verbreiteten Shintō, der Sonnengöttin Amaterasu.

Allgemein hat Japan im Laufe der Geschichte viele Dinge von seinem Nachbarland China übernommen. So auch das bekannte und komplexe Schriftsystem mit den vielen Kanji. Dem entsprechend ähnelt sich auch die Sprache der beiden Länder. Doch auch Korea und der Westen haben Einfluss auf die Entwicklung des Landes genommen.

Gerne wird Japan auch als "Land der Gegensätze" bezeichnet. Anders als in Deutschland werden dort beispielsweise die Manga von hinten nach vorne gelesen, doch auch die Gepäckbänder und sogar die Toilettenspülungen drehen sich anders herum. Besonders paradox wird es auch vielen vorkommen, dass die Japaner sich waschen bevor sie in die Badewanne oder in ein Onsen steigen. Traditionelle Künste wie das Blumenstecken (ikebana), die Teezeremonie (cha-dō) und die Kalligraphie (sho-dō) erfreuen sich ebenso großer Beliebtheit wie Elemente der zunehmenden Globalisierung (kokusaika). Westliche Kleidung, Cafés mit westlichen Ambiente oder französische Küche gelten als schick und modern. Japaner haben mit diesem vermeintlichen Widerspruch von Altem und Neuem keine Probleme, alles Ausländische wird "japanisiert".

Auch die Mentalität der Japaner unterscheidet sich von denen der Deutschen. Allseits bekannt sind sicherlich der hohe Ehrgeiz und der Fleiß der Japaner, der sie in ihrer Arbeit vorantreibt, die jedoch auch nicht gerade zu einer gesunden Lebensweise beitragen. Japaner sind außerdem ehrlich, wenn sie auch unangenehme Punkte vermeiden, und nahezu immer beschäftigt. Ein wichtiges Konzept japanischen Denkens ist uchi to soto. Es handelt sich dabei um eine Unterscheidung zwischen der engen uchi Gruppe (z.B. Familienmitglieder) und der Gruppe der Außenstehenden, soto. Je nachdem in welcher Gruppe man sich gerade befindet, verhält man sich auch. Es geht einher mit dem Konzept von honne und tamae - dem was man wirklich denkt/ fühlt und dem, was man nach außen hin zeigt, was angebracht ist.