Matsuri

Als matsuri (祭り) werden in Japan Volksfeste bezeichnet, welche sowohl dem Erfreuen einer Gottheit (kami) als auch der Kommunikation mit eben dieser dienen sollen. Dabei handelt es sich meist um regionale und nicht um nationale Feste für die Dorfgemeinschaft auf der es oft sehr ausgelassen zugeht. Sie stehen meist im Zusammenhang mit einem Shinto-Schrein oder buddhistischen Tempel, die in einem Kalender die Festivitäten für das ganze Jahr festlegen. Abhänging sind sie häufig vom Mondkalender oder den Jahreszeiten sowie historischen Begebenheiten. Sie sind ein wichtiges Merkmal der japanischen Geschichte und ein Charakteristikum für das japanische Denken und Fühlen, wobei sie von geographischen und natürlichen Konditionen sowie dem Ausland beeinflusst wurden. Heute sind viele Feste auch große Touristenattraktionen, wodurch vor allem in Großstädten manchmal die Tradition verloren geht.

Das Foto zeigt einen Tragschrein beim Gion matsuri in Kyōto, einem der wichtigsten Feste in Japan.

Ein matsuri besteht aus typischen Elementen:

  • Reinigungs-Rituale
  • Opfergaben
  • Gebete (norito)
  • Gemeinschaft der Menschen mit den Gottheiten (naorai)
    • Musik, Tanz, Festessen und verschiedene Rituale

    • Prozession mit dem Tragschrein o-mikoshi

    • Wettkämpfe wie Tauziehen, Sumo oder diverse Rennen

    • kagura Tänze

    Das Grundmuster eines matsuri ist immer ähnlich:

  • Herabsteigen der Gottheit (kami-oroshi)
  • Erfreuen der Gottheit (kami-asobi)
  • Rückkehr, Verabschiedung der Gottheit (kami-okuri)
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