Buddhismus
Der Buddhismus ist neben dem Shintō die wichtigste Religion in Japan. Anders als der Shintō handelt es
sich beim Buddhismus jedoch um eine Weltreligion zu der jeder konvertieren kann und von der es auch mehrere "Richtungen" gibt.
Dabei ist der Buddhismus auch keine ausschließende Religion, d.h. es ist durchaus erlaubt und sogar üblich neben dem Buddhismus
noch eine andere Religon zu haben Der Buddhismus ist stark mit den Themen Tod, Krankheit, Leid, aber auch Wiedergeburt verbunden, so findet man in einem japanischen Haushalt meist einen butsudan, einen Hausaltar mit Totentafeln, Urnen und Opfergaben. Als Opfergaben sind Sake, Salz, Tee und Früchte üblich. Eines der wichtigsten buddhistischen Feste ist das Totenfest o-bon, die buddhistischen Tempel werden o-tera genannt.
Die "Hauptperson" des Buddhismus ist Buddha, eigentlich Siddhartha Gautama, deren Lehren die Grundlage für den
Buddhismus bilden. Er ist der Erleuchtete, der ins Nirwana eingegangen ist. Buddha lehrte, dass diese Religion sich an
alle suchenden Menschen wenden sollte, unabhängig von Rasse, Nation, sozialer Herkunft, Persönlichkeit und Geschlecht.
Zwei der wichtigsten buddhistischen Feste werden zu Ehren Buddhas gehalten. Zum einen das hana matsuri (18.04. oder
Anfang Mai), eine "Versammlung aus Anlaß des Badens des Buddhas", zum anderen das nehan-e (15.02.), eine
"Versammlung zum Gedenken an Buddha".
Shintō
Der Shintō ist, mit dem Buddhismus, die wichtigste Religion in Japan und als
solche auch auf Japan begrenzt und nur für Japaner gedacht. Wie auch der Buddhismus ist der Shintō keine ausschließliche Religion, d.h. es sind mehrere Religionen möglich. Besonders häufig wird neben dem Shintō auch der Buddhismus angenommen, wobei zwischen beiden Religionen eine Art Arbeitsteilung herrscht. Während der Buddhismus eher Leiden und Tod als Thema hat, geht es beim Shintō eher um Geburt, Landwirtschaftliches Brauchtum und die Dorfgemeinschaft. Allgemein ist der Shintō eher auf die Praxis ausgerichtet, Rituale sind also sehr wichtig. Er bezieht sich auf die Gemeinschaft und ist offen und pragmatisch ausgerichtet.
Der Shintō kann mehrere Richtungen annehmen, wobei immer eine Gottheit (kami) verehrt wird. Eine solche Gottheit kann dabei ganz unterschiedliche Formen annehmen und auch Menschen können nach ihrem Tode zu solchen werden. Die Schreine im Shintō heißen übrigens jinja, die höchste Gottheit ist die in Ise verehrte Ahnengottheit der kaiserlichen Familie und Sonnengottheit Amaterasu.
Ein weiterer wichtiger Punkt im Shintō ist die Unterscheidung zwischen "rein und unrein". Zur Reinigung werden Wasser, Salz und Feuer genutzt, welche auch immer wieder bei Festen und als Opfergaben (Salz) gebraucht werden.
Text by Satsuki, Bild by #
Erdbeerkirsch
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