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Japonismus ジャポニスム
Von den traditionellen japanischen Kunsthandwerken inspirierte Bewegung in den westlichen Künsten Ende des 19. Jahrhunderts. Einhundert Jahre später scheint sich jetzt eine zweite Japonismus-Welle in der westlichen Populärkultur herauszubilden, speziell im Comic-Sektor.

Jinja 神社
Bezeichnung für die shintōistischen Tempel genannt.

Jinnō Shōtōki 神皇正統記
Auch als „Chronicle of the Direct Descent of Divine Sovereigns bekannt, bezeichnet eine Geschichte Japans von dessen mythischer Gründung durch Gottheiten (kami) bis zum mittleren 14. Jahrhundert. Verfasst wurde das Werk zwischen 1339 und 1343 von Kitabatake Chikafusa (1293-1354), welcher schon am Anfang den shinkoku Gedanken betont. Chikafusa ist der Ansicht, dass die Gottheit Amaterasu nicht nur den Tennō den Auftrag gab das Land zu regieren, sondern auch manch anderen Familien (allen voran der Fujiwara Familie) ein gleiches heiliges Recht zukommen ließ den Thron zu unterstützen.

Jitō 地頭
Bezeichnet das Amt des Landvogts/ Gutsverwalter zur Kamakura (1185-1333) und Muromachi Zeit (1333-1568). Sie wurden vom Shōgun ernannt und waren besonders charakteristisch für die Herrschaft des Kamakura Shōgunats. Ernennungen waren jedoch sehr limitiert, was zu einer ungleichen Verteilung der Jitō im Land führte. Nach den Jōkyū Unruhen 1221 kam es zu einer Umverteilung von Land und der Einfluss der Jitō nahm weiter zu bis sie im 16. Jahrhundert unter Toyotomi Hideyoshi abgeschafft wurden. Zu ihren Aufgaben zählten Polizeiarbeit, die Landverwaltung und die Steuereintreibung. In manchen Fällen konnten sie auch niedere Funktionäre ernennen.

Jōkyū Unruhen (Jōkyū no ran) 承久の乱
Waren 1221 ein Versuch des im Ruhestand (Kloster) lebenden Kaisers Go-Toba das Kamakura Shōgunat zu stürzen und den Hofadel wieder an die Macht zu bringen. Nach dem Tod Minamoto no Yoritomos und der Ermordung Minamoto no Sanetomos sahen er und seine Unterstützer 1221 ihre Chance gekommen. Sie unternahmen eine Strafexpedition zu dem Regenten Hōjō Yoshitoki. Dieser versammelte mit der Witwe Hōjō Masako die Kräfte des Shōgunats, marschierte gegen die Rebellen und schlug den Aufstand nieder. Daraufhin setzte das Shōgunat Go-Horikawa (1212-1234, regierte 1221-32) als neuen Kaiser ein und verbannte Go-Toba. Von nun an erfolgte eine strikte Überwachung des Hofes durch spezielle Abgeordnete des Shōgunats.

Jōmon-Zeit 縄文時代
Eine Periode der japanischen Geschichte (Neolithikum), etwa von 8000 v.Chr. bis 300 v.Chr. Wichtige Kennzeichen der Zeit sind Keramikgefäße mit einem charakteristischen Schnurmuster.