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Oiran 花魁
Eine oiran ist ganz ähnlich einer geisha, dient jedoch nicht der Unterhaltung, sondern verkauft ihren Körper. Man kann also sagen, dass sie eine Prostituierte ist, jedoch keine normale, sondern eher eine Edel-Prostituierte. Besonders zur Edo-Zeit, in Freudenvierteln wie dem Yoshiwara in Tokyo (Edo), gab es viele oiran aufgrund von finanziellen Notlagen. Oiran wurden meist schon als Kinder von ihren eigenen Eltern verkauft.

O-Mamori (お御守)
O-Mamori sind japanische Amulette / Talismane, die man traditionell an Schreinen und Tempeln erwerben kann. Sie sehen ein wenig aus wie Geschenkanhänger (rechteckig, aber oben spitz zulaufend), sind aber bunter gestaltet, meist aus Stoff und haben oben einen Glücksknoten. Im O-Mamori selbst ist ein Stück Papier mit einem Gebet, man soll es aber nicht öffnen, da das Unglück bringt. Heute sind sie sowohl traditionelle Schutzzeichen als auch Souvenirs für Touristen. O-Mamoris gibt es für verschiedene Anlässe wie beispielsweise einer guten Geburt, einer schweren Prüfung etc. oder auch für spezielle Zwecke wie Glück, Gesundheit, Sicherheit im Verkehr etc. Auf dem Stoff selbst ist meist auch der Schrein- oder Tempelname aufgestickt.

O-mikoshi お神輿
Ein japanischer Tragschrein, der häufig bei japanischen Festen genutzt wird um eine Gottheit darin herumzutragen.

Oni 鬼
Beliebte Figuren der japanischen Mythologie. Die Vorstellung reicht von dummen, ogerähnlichen Figuren bis hin zu abgrundtief bösen Figuren. Sie werden meist als riesige, hässliche Figuren mit scharfen Klauen, wildem Haar und ein bis zwei Hörnern dargestellt. Ihre Haut ist meist rot oder blau. Als Kleidung tragen sie Tierhäute, in ihren Händen schwingen sie mächtige Eisenkeulen. Es gibt jedoch auch die Vorstellung von guten Oni, die das Böse vertreiben. Mehr Informationen bei den →Fabelwesen.

Onigiri 御握り
Onigiri sind japanische Reisbällchen, die meistens entweder rund oder dreieckig geformt sind. Außerdem sind Onigiri mit verschiedenen Sachen gefüllt, beispielsweise Umeboshi (Pflaume), Lachs oder Gemüse.

Onomatopoetikon 擬音語
Griechisches Fremdwort für Lautmalerei. Hat in der japanischen Sprache eine lange Tradition, auch außerhalb der Manga. Häufig in Verdoppelungsform, zum Beispiel "doki-doki" für Herzklopfen, "patchi-patchi" für Händeklatschen, "pera-pera" für das flüssige Sprechen einer Fremdsprache, "suru-suru" für das Schlürfen von Nudeln, aber auch zum Teil überraschende Einzelformen, wie "shiiiin" als Lautmalerei für absolute Stille.

Onsen 温泉
Onsen sind heiße japanische Quellen, die in Japan sowohl bei den Einheimischen als auch bei Touristen sehr beliebt sind und als beliebte Ferienorte sind.

Osechi-ryōri お節料理
Kurz Osechi genannt. Traditionelle Neujahrsgerichte, bestehend aus verschiedenen Komponenten mit verschiedenen Bedeutungen, die beispielsweise Glück für das neue Jahr bringen sollen.

Otaku おたく
Otaku ist das japanische Wort für Haus. Außerdem wird es als ironische Bezeichnung für Leute verwendet, die sich fanatisch einem Hobby widmen und dadurch den Kontakt zu Außenwelt verlieren. In westlichen Ländern wurde die Bezeichnung ohne Beachtung der negativen Bedeutung von Manga- und Anime Fans übernommen, die sich auf Grund ihres Hobbys selbst Otaku nennen.

O-tera お寺
So werden die buddhistischen Tempel genannt.

OVA オウ・ヴイ・エイ
In Japan wird ein großer Teil des Umsatzes mit Anime über den Verkauf von Videos/DVD gemacht. Animeserien, die nur auf Video erscheinen und weder im Fernsehen noch im Kino laufen, heißen OVA (Original Video Animation).