Z

Za 座
Ab der Mitte des 13. Jahrhunderts die Bezeichnung für Gilden im feudalen Japan. Im 15. Jahrhundert nahm ihre Zahl noch weiter zu und es entwickelte sich eine spezielle Organisation, die der mittelalterlicher Gilden in Europa ähnelte. Die za bestanden aus einer geschlossenen Mitgliederschaft von Kaufleuten und Handwerkern einer Gemeinde, die Monopolrechte für den Verkauf oder die Herstellung bestimmter Waren beanspruchten. Sie boten außerdem einen gewissen Schutz.

Zaibatsu 財閥
Bezeichnung für eine Clique aus Industriellen, die nach der Meiji Restauration 1868 entstanden sind und bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs großen Einfluss hatten. Die erste Zaibatsu wurde von der Familie Mitsui gegründet. Den "Großen Vier" gehörten außerdem noch Mitsubishi, Sumitomo und Yasuda an.

Zenga 禅画
Religiöse, bildliche Darstellungen im Zen-Buddhismus, entstanden im 17. Jahrhundert. Dem paradoxen und unorthodoxen Wesen des Zen entsprechend, dienten diese Bilder als Vermittler spiritueller Erkenntnis.

Zōri 草履
Traditionelle Fußbekleidung, die mit ihren zwei Riemen auch als Zehensandalen bezeichnet werden. Der Riemen verläuft dabei zwischen dem großen und zweiten Zeh (vergleichbar mit Flip Flops). Als natürliche Materialien dienten zum Beispiel Binse oder Stroh, heute findet man sie häufig aus Plastik. Früher war die schmalere Variante ashinaka zōri besonders bei Samurai beliebt, da sie darin bequem schnell laufen konnten. Heute werden Zōri fast nur noch von Frauen zu traditionellen Anlässen mit Kimono getragen. Zōri für Frauen wurden häufig auch mit Stoff überzogen.